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Seit 2008 bietet das Haus am Kalksee in Rüdersdorf umfassende Pflege- und Betreuungsangebote an. Direkt am Wasser gelegen und eng vernetzt mit der Immanuel Klinik Rüdersdorf, steht die Einrichtung für eine lückenlose Versorgung aus einer Hand. Ein Gespräch mit Einrichtungsleiterin Frau Arnoldt, die seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig ist.

Frau Arnoldt, was zeichnet das Haus am Kalksee besonders aus?

Wir bieten Pflege in allen Versorgungsformen an: vollstationär, teilstationär in unserer Tagespflege und ambulant – ergänzt durch spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Wer beispielsweise zunächst unsere Tagespflege besucht, kann bei steigendem Pflegebedarf nahtlos in den stationären Bereich wechseln. Diese durchgängige Versorgungskette ist für viele Menschen und ihre Angehörigen eine große Sicherheit – quasi alles aus einer Hand.

Wie groß ist Ihre Einrichtung?

Im vollstationären Bereich verfügen wir über 105 Plätze, darunter 80 Einzelzimmer mit rund 16,6 Quadratmetern und zehn Doppelzimmer mit etwa 27,5 Quadratmetern. Die Zimmer sind mit Telefon-, Internet- und Fernsehanschluss ausgestattet und können individuell gestaltet werden. Uns ist wichtig, dass sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner ihr Umfeld persönlich einrichten und ihr Leben so vielfältig und individuell wie möglich gestalten können.

Zusätzlich bieten wir 15 Plätze in der Tagespflege an. Ein eigener behindertengerechter Tagesbus holt unsere Gäste ab und bringt sie wieder nach Hause. Auch hier stehen Selbstbestimmung und Wohlbefinden im Mittelpunkt.

Die Lage direkt am Kalksee ist sicherlich ein Pluspunkt?

Absolut. Der direkte Zugang zum Kalksee ist etwas Besonderes. Spaziergänge am Wasser oder einfach der Blick auf den See tragen viel zur Lebensqualität bei. Außerdem sind wir eng mit der Immanuel Klinik Rüdersdorf und der Poliklinik auf der anderen Seeseite verbunden. Gerade in akuten Krankheitsfällen können wir schnell reagieren und Hilfe organisieren.

Sie leiten das Haus seit vielen Jahren. Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit besonders wichtig?

Ich bin für rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Mein Ziel ist es, durch kontinuierliche Qualifizierungen und Fortbildungen das Qualitätsniveau hoch zu halten. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf ein gutes Miteinander. Wir arbeiten ohne Leasingkräfte – das sorgt für Kontinuität und Vertrauen. Viele Mitarbeitende bleiben uns über Jahrzehnte treu. Eine Kollegin geht nächste Woche nach rund 40 Jahren in den Ruhestand.

Wie würden Sie die Atmosphäre im Haus beschreiben?

Unsere stationären Wohnbereiche sind homogen gestaltet. Dadurch entstehen feste Gemeinschaften, fast wie in einer kleinen Stadt. Es bilden sich Freundschaften, man trifft sich privat, verbringt Zeit miteinander. Das Haus ist generationsübergreifend geprägt: Einige Mitarbeitende haben selbst Eltern bei uns betreut oder bringen ihre Kinder als Auszubildende oder Praktikanten mit ins Haus.

Auch ehemalige Angehörige engagieren sich weiterhin bei uns, manche auf geringfügiger Basis. Mehrere Rentnerinnen und Rentner unterstützen uns aktiv – eine 80-Jährige bietet beispielsweise ehrenamtlich Gymnastikkurse an.

Welche Rolle spielt die Vernetzung vor Ort?

Eine sehr große. Wir sind lokal gut etabliert und eng mit der Gemeinde, ambulanten Pflegediensten und der Tagespflege vernetzt. Außerdem finden regelmäßig Veranstaltungen und Kooperationen mit lokalen Partnern statt. Ärzte, Therapeuten, Friseure, Fußpfleger und Podologen kommen als Dienstleister ins Haus. Auch ein Seelsorger ist regelmäßig bei uns unterwegs.

Gibt es besondere Angebote, auf die Sie stolz sind?

Viele. Unser eigener Haus-Chor war beispielsweise ein Wunsch des Bewohnerrats. Besonders am Herzen liegen mir aber auch unsere Ausflüge und Urlaubsreisen mit professioneller Begleitung. Wir organisieren Theaterbesuche, Kreuzfahrten oder kreative Projekte wie Modedesign und Modenschauen – das sind herz­erwärmende Momente, die lange in Erinnerung bleiben.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Hauses?

Dass wir weiterhin ein Ort bleiben, an dem Menschen gerne leben und arbeiten. Dass wir unsere hohe Qualität halten, unsere Vernetzung ausbauen und unseren Bewohnerinnen und Bewohnern ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben ermöglichen können – unabhängig vom Pflegebedarf.

Das Haus am Kalksee zeigt, wie moderne Pflege aussehen kann: professionell organisiert, lokal vernetzt und zugleich menschlich nah. Direkt am Wasser – und mitten im Leben.

Mehr Informationen zum Immanuel Haus am Kalksee